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Die wichtigsten Änderungen in Sachen Geld für 2009 – 6.01.2009
Die wichtigste Änderung ist wohl die lang angekündigte Abgeltungssteuer. Seit dem 1.01.2009 erhält der Fiskus von Kapitalerträgen 25 Prozent plus Soli und eventuell Kirchensteuer. Von dieser Regelung sind fast alle Sparprodukte betroffen. Am härtesten trifft wohl aber der Einheitssatz der Krankenkassen von 15,5 Prozent. Hier trägt der Arbeitgeber 7,3 Prozent. Die verbleibenden 8,2 Prozent entfallen auf den Versicherten und hier ist der eventuelle Zusatzbetrag noch gar nicht eingerechnet.
Über die neue Erbschaftssteuer, die zum 1. Januar in Kraft tritt können sich vor alle nahe Verwandte freuen, denn hier gelten deutlich höhere Freigrenzen. Neffen, Nichten, Schwiegereltern und Geschwister und auch Paare ohne Trauschein werden durch die neue Regelung jedoch schlechter gestellt als bisher.
Autofahrer die zu schnell unterwegs sind oder einen anderen Verstoß begehen der häufig zu Unfällen führt, wird ab dem 1. Februar 2009 tiefer in die Tasche gegriffen. So zahlt man jetzt für zu dichtes Auffahren 400 statt bisher 250 Euro.
Jedoch wird 2009 nicht nur Tiefer in die Tasche des Steuerzahlers gegriffen. So können sich Eltern freuen, denn Sie erhalten ab 2009 für die ersten beiden Kinder jeweils 10 Euro mehr, also jetzt 164 Euro. Für das dritte Kind gibt es ab sofort 170 und ab dem vierten Kind sogar 195 Euro.
Außerdem wird der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent, damit soll jedoch lediglich der Hammer des Einheitssatzes der gesetzlichen Krankenkassen etwas abgefedert werden.
Haushaltsnahe Dienstleistungen können jetzt bis zu max. 510 Euro in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden und auch Handwerkerleistungen können jetzt bis zu 1.200 Euro statt wie bisher in Höhe von 600 Euro direkt von der Steuer abgezogen werden.
Und alle, die bis zum 30. Juni 2009 eine Neuwagen zulassen, brauchen dieses Jahr keine Kfz-Steuer zahlen. Wer sich einen Wagen mit Euro 5 oder 6 Norm kauft braucht auch nächstes Jahr keine Kfz-Steuer zahlen.
Auch Bahnreisende können auf höhere Entschädigungen bei Bummelzügen hoffen. So erhalten Kunden, deren Zug 60 Minuten Verspätung hat 25 Prozent den Fahrpreises erstattet und Fahrgäste deren Naverkehrszug mehr als 20 Minuten zu spät dran ist, können jeden anderen Zug nehmen.
Quelle: www.welt.deWohnungsbauprämie nur noch für Bauherren - 17.12.2008
Alle die in einem Bausparvertrag eine sichere Geldanlage mit relativ hoher Rendite sehen, sollten sich beeilen und noch dieses Jahr einen Bausparvertrag abschließen. Denn ab 2009 ist die staatliche Wohnungsbauprämie an „wohnwirtschaftliche Zwecke“ gebunden und entfällt so für viele Anleger. Nur noch wer bei Vertragsabschluss nicht älter als 25 Jahre ist, kann nach 7 Jahren frei über das angesparte Geld verfügen. Auch Geringverdiener können weiterhin von der Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen profitieren.
Anleger die noch dieses Jahr einen Bausparvertrag abschließen, müssen jedoch auch einige Bedingungen erfüllen:
- Für die Wohnungsbauprämie (Prämie max. 512 Euro/1024 Euro) darf das zu versteuernde Einkommen höchstens 25.600 Euro und bei Verheirateten 51.200 Euro betragen.
- Für die Arbeitnehmersparzulage (Prämie max. 470 Euro/ 940 Euro) gilt als Höchstgrenze des zu versteuernden Einkommens 17.900 Euro bei Alleinstehenden und bei Verheirateten 35.8000 Euro.
- Es muss mindestens 7 Jahre gespart werden, denn erst dann hat man einen Anspruch auf die staatlichen Prämien.
TIPP: Wenn Sie den Bausparvertrag als reine Sparanlage mit guter Rendite ansehen, sollten Sie sich vor Vertragsabschluss einen Renditeplan erstellen aus dem hervorgeht, wie viel Geld Sie erhalten, wenn Sie am Ende der Laufzeit auf ein Bauspardarlehen verzichten. Denn einige Bausparkassen, z.B. die Deutsche Bank Bauspar und die Alte Leipziger, stocken den niedrigen Basiszins mit einem dicken Bonus auf, wenn dieser Fall eintritt.
Quelle: www.welt.deWeihnachtsmann vs. Paketdienst - 8.12.2008
Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, spart oft und ermöglicht dadurch noch eine Kleinigkeit hier und da mehr. Wie jedes Jahr boomt das Internetgeschäft und die meisten Sendungen werden dabei von Paket-Versanddiensten ausgeliefert. Aber sind sie auch so pünktlich wie der Weihnachtsmann? Und günstig sollten Sie natürlich auch sein, denn wer möchte schon den Großteil des Ersparten in die Lieferung investieren!
Für alle Ziele innerhalb Deutschlands haben die Paketdienste DHL, Hermes und DPD den 22. Dezember als letzten Abgabetermin festgelegt, bei der Posttochter DHL und Hermes müssen Pakete bis 12 Uhr mittags am 22.12.vorliegen. Damit sind diese Lieferdienste zwar noch nicht so gut wie der Weihnachtsmann der schließlich alle Kinder rund um die Welt in einer Nacht mit Geschenken versorgt, aber fast.
Das absolute Spitzereiter in der Auslieferung bis zum allerletzten Termin ist jedoch UPS. Hier können auch noch Panikkäufer, die kurz vor dem Fest noch nicht alle Geschenke zusammen haben, ganz gelassen bleiben. Denn USP stellte laut Sprecherin Rebecka Hoch auch noch am Heiligabend zu. Zwar zahlt derjenige, der die Sendung erst am 23. Dezember aufgibt einen Aufpreis aber was solls, Hauptsache die Geschenke sind pünktlich da.
Quelle: www.welt.deEuropäische Zentralbank senkt die Leitzinsen radikal – 5.12.2008
Die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist historisch gesehen noch nie so groß gewesen, aber vielen Kritikern immer noch zu klein.
Um die Wirtschaftsaussichten zu stärken, nutzt die EZB ihren durch die Inflation gewonnenen Spielraum und reagierte mit einer Zinssenkung von 0,75 Prozentpunkten. Damit hält sich die EZB im Gegensatz zur ihrem amerikanischem Pendant,der Fed, die ihr zinspolitisches Instrumentarium bereits weitgehend ausgeschöpft hat, noch einen gewissen Spielraum offen. Auch Kritiker, die noch stärkere Zinssenkungen fordern, müssen jedoch zugeben, dass die momentan schleppende Kreditvergabe nicht an zu hohen Zinsen liegt. Zinssenkungen haben keine Wirkungsmöglichkeiten, wenn die knappe Eigenkapitaldecke vieler Banken und die mangelnde Zuversicht vieler Unternehmen, in ihre Absatzmöglichkeiten, das Kreditgeschäft und die Investitionen zum Erliegen bringen. Was fehlt sind Steuerentlastungen, die den Unternehmen von staatlicher Seite genau so einen Regenschirm bieten, wie er für die Banken aufgespannt wurde.
Quelle: www.welt.deCoupons vom Staat? - 3.12.2008
Das zweite Programm zur Konjunkturbelebung wird anscheinend gerade von der Großen Koalition zusammengestellt. Zwar ist der Streit um die genaue Umsetzung eines solchen Programms immer noch heftig umstritten, aber wie aus regierungsinternen Kreisen zu hören ist, reichen die bisher eingeleiteten Maßnahmen nicht aus, um die Rezession zu stoppen.
Die vorgeschlagenen Konsum-Gutscheine zur Ankurbelung der Wirtschaft sind immer noch heftig umstritten. Vom Abgeordnete Karl Lauterbach wurde ein Konzept für solche Konsum-Gutscheine vorgeschlagen, bei dem alle erwachsenen Bürger einen Gutschein über 500 Euro erhalten sollen. Mit dem Gutschein könnten dann innerhalb von acht Wochen Konsumgüter gekauft oder Handwerkerrechnungen beglichen werden, wenn ein Eigenanteil von 200 Euro dazugegeben wird
Wie vorherige Gutscheinvorschläge stieß auch dieser auf heftige Kritik, denn die Wirkung eines solchen Programms sei ungewiss und die Kosten von 35-40 Milliarden Euro müssten über Schulden finanziert werden. Die Wirtschaft sieht in diesen Konsum-Gutscheinen zudem nur ein „Strohfeuer“. Hessens Ministerpräsident Roland Koch sieht zu dem das Problem, dass die Menschen in Erwartung der Gutscheine in der Vorweihnachtszeit weniger kaufen.
Quelle: www.focus.deInternationale Arbeitsorganisation plädiert für Mindestlöhne - 26.11.2008
Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) macht sich für Mindestlöhne stark, denn die Kluft zwischen hohen und niedrigen Löhnen verschärft sich. Deutschland, Polen und die Vereinigten Staaten zählen zu den Industrieländern, in denen diese Kluft immer deutlicher zu Tage tritt. IAO-Generalsekretär Juan Somavia geht von um 0,5 Prozent sinkenden Reallöhnen und einem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 20 Millionen weltweit aus. Die kann angesichts der Weltwirtschaftskrise zu sozialen Spannungen führen.
Auch für Deutschland werden sinkende Reallöhne erwartet. Zwischen 2001 und 2007 sind diese im Durchschnitt nur um 0,51 Prozent gestiegen, deutlich weniger als in vergleichbaren Industrienationen. Für Russland und China dagegen wurden Anstiege der Reallöhne von 10 Prozent und mehr ermittelt. Angesichts dieser Entwicklung macht sich die IAO für Mindestlöhne und einer damit verbundenen Steigerung der Massenkaufkraft stark. Kritik, dass diese die Arbeitslosigkeit an sich erhöhen könnten, wies der IAO-Experte Daniel Vaughan-Whitehead in Berlin zurück.
Quelle: www.welt.deTagesanleihen werden immer beliebter - 29.10.2008
Nach dem Einbruch der Finanzmärkte ziehen immer mehr Anleger ihr Geld aus Aktien, Fonds und Zertifikaten ab und investieren dieses lieber in sicherere Finanzprodukte.
Eine der sichersten Anlageformen sind Bundeswertpapiere. Sie gelten als so sicher, da davon ausgegangen wird, dass ein Staat durch sein erhöhbares Steueraufkommen seinen Zahlungsverpflichtungen immer nachkommen kann. Bisher waren die Finanzierungsschätze mit einer Mindestlaufzeit von 1 Jahr die kürzeste Anlageart des Bundes.
Seit dem 1.07.2008 bietet der deutsche Staat auch Tagesanleihen als Geldanlagemöglichkeit an. Diese Anleihen können Sie direkt bei der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH unter der ISIN DE0001030070 oder bei Ihrer Bank erwerben.
Flexibel, sicher und einträglich sind die Attribute mit denen eine Tagesanleihe am besten beschrieben werden kann. Die Tagesanleihe kann, wie der Name schon sagt, täglich zum Tagespreis bei der Finanzagentur zurückgegeben werden und ist dadurch äußerst flexibel. Da die Bundesrepublik Deutschland als Emittentin auftritt, ist die Tagesanleihe zudem als sehr sicher einzustufen. Tagesanleihen werden täglich über die Erhöhung des Tagespreises verzinst. Durch die Nutzung der Zinsesverzinsung steigt Ihr Anlagevermögen von Tag zu Tag. Mit einem Mindestanlagebetrag von 50 € sind Tagesanleihen auch für den Kleinanleger geeignet.
Quelle: www.welt.de500 Milliarden schweres Rettungspaket für Banken – 29.10.2008
Das rund 500 Milliarden Euro schwere Rettungspaket der Bundesregierung für die Finanzbranche wurde von der Europäischen Kommission genehmigt. Neelie Kroes, EU-Wettbewerbskommissarin: „Das deutsche Rettungspaket ist ein wirksames Mittel zur Stärkung des Vertrauens der Märkte, verhindert aber zugleich Missbrauch. Ich hoffe, dass andere Mitgliedstaaten bald diesem Beispiel folgen.“
Quelle: www.welt.deKeine Einlagensicherung für Lehman-Zertifikate-Kunden – 28.10.2008
Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Lehman Brothers Bankhaus AG den Entschädigungsfall festgestellt hat, können die Kunden der deutschen Tochter des US-Bankhauses entschädigt werden. Zertifikate-Käufer können allerdings nicht aufatmen. Denn die Zertifikate, die an private Anleger verkauft wurden, wurden nicht von Lehman Brothers emittiert und fallen damit nicht unter den Einlagensicherungsfond.
Im dreistelligen Millionenbereich liegen auch die von Sparkassen und Banken verkauften Zertifikate. In der Regel sind Zertifikate von Sparkassen und Volksbanken zwar geschützt, aber nur, wenn sie auch von diesen herausgegeben wurden. Da sie die Lehman-Papiere aber nur verkauft sind die Anleger nicht geschützt. Anlegern, die sich von dem Institut, bei dem sie die Papiere gekauft haben, falsch beraten fühlen, sollten dort Schadensersatzansprüche geltend machen.
Quelle: www.welt.deDie Abgeltungssteuer kommt – 27.10.2008
Auf den ersten Blick sehen die Reglungen im Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer, die ab 1.01.2009 in Kraft tritt, noch recht einfach aus – 25% auf alle Kapitalerträge. Aber ist es auch so einfach?
Einige Angaben in der Steuererklärung entfallen, denn schließlich werden Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen, nicht mehr angegeben. Aber die Anlagen KAP, SO und AUS müssen dennoch ausgefüllt werden. Denn nur durch das Ausfüllen können zu viel gezahlte Steuern zurückgeholt werden.
Mit der Abgeltungssteuer tritt ein einheitlicher Sparer-Pauschbetrag von 801 € für Singles und 1602 € für zusammen veranlagte Ehepaare in Kraft. Hier werden jetzt alle Gewinne aus Kapitalanlagen und nicht wie bisher nur Zinseinnahmen berücksichtigt. Bestehende Freistellungsaufträge sollten von Ihnen also auf jeden Fall überprüft werden, da durch diese Regelung der Pauschbetrag schneller ausgeschöpft ist. Auch im Zusammenhang mit den Werbungskosten fallen Änderungen auf. So können jetzt die Fahrten z.B. zu einer Hauptversammlung nicht mehr geltend gemacht werden. Lediglich Kosten in Verbindung mit Kauf, Verkauf, Ablösung oder ähnlichen Transaktionen können geltend gemacht werden. Berücksichtigt man die Kirchensteuer, die je nach Bundesland bei 8/9% liegt, wird ein Steuersatz von 27,82/27,99% erreicht.
Und wenn Sie diese Regelungen bereits als kompliziert empfinden...
Für alle Aktien die ab 2009 erworben werden gilt, Verluste dürfen nicht mehr mit anderen Einkommensarten verrechnet werden. Die Verluste können nur mit anderen Anteilsscheinen verrechnet werden, dies aber auch nicht automatisch. Es muss eine Bescheinigung, bis zum 15. Dezember des Folgejahres; beantragt werden oder die Verluste werden erst einmal ins nächste Jahr übertragen.
Quelle: www.welt.de