Vier Tage Streik hat die Vereinigung Cockpit angekündigt und die Lufthansa rechnet rechnet mit bis zu 25 Millionen Einnahmeverlust pro Tag. Die Lufthansa bezeichnet diesen Streik als das"dramatischste, was wir je im deutschen Luftverkehr erlebt haben". Das große Chaos im Flugverkehr scheint bislang jedoch ausgeblieben zu sein. Und das obwohl die Lufthansa im Laufe des heutigen Tages mit bis zu 800 „Cancellations“ gerechnet hatte. Bis Donnerstag werden insgesamt etwas 3200 Flüge ausfallen. Dort wo sonst Economy-Class-Flüge eingecheckt werden, können Reisende Hilfe beim Umbuchen auf ein Bahnticket bekommen, aber dieses Hilfe wird kaum in Anspruch genommen. Ein Grund für den kaum genutzten Service wird wohl der am Wochenende eingerichtete Sonderflugplan sein. Ein anderer, dass sich die Passagiere rechtzeitig auf den Streik eingestellt und Flüge umgebucht haben.
Kern des Streiks der Vereinigung Cockpit sind die angeblichen Pläne der Lufthansa immer mehr Strecken mit Piloten, vor allem im Ausland und bei „Billigfliegern“ zu besetzen, die nicht im Konzerntarifvertrag beschäftigt sind. Sollte es in diesem Punkt keine Einigung geben, fordert Cockpit 6,4 Prozent mehr Lohn. Außerdem will die Pilotenvereinung ein größeres Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen.
Um den Streik der Vereinigung Cockpit und die Einnahmeverluste von bis zu 25 Millionen Euro täglich zu stoppen hat die Lufthansa bereits Klage beim Arbeitsgericht in Frankfurt am Main eingereicht. Der Antrag wird noch heute um 17.30 Uhr vor der Vierten Kammer des Frankfurter Arbeitsgerichts verhandelt. Die Gewerkschaft geht von einem rechtmäßigen Streik aus und droht sogar mit einer Streikverlängerung.
Sonderflugplan der Lufthansa - www.lufthansa.com
Ersatzflugplan von Germanwings - www.germanwings.com
