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Privatkunden profitieren kaum von Leitzinssenkungen

Die Europäische Zentralbank (EBZ) senkte in den letzten Monaten den Leitzins, den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft für den Euro-Raum auf seinen bisher niedrigsten Stand von 1 Prozent. Damit wurde der Leitzins seit Herbst vergangenen Jahres, als Reaktion auf die Wirtschafts- und Finanzkrise, um 3,25 Prozente gesenkt. Der Einlagenzins für die Guthaben der Banken bei der EBZ bleib unverändert auf dem Stand von 0,25 Prozent. Mittlerweile machen sich diese Zinssenkungen bemerkbar.
Vor allen kurzfristige Unternehmenskredite, da sie stark an die Leitzinsen gekoppelt sind, sind deutlich billiger geworden. Längerfristige Kredite reagieren dagegen nicht so stark auf Leitzinsbewegungen. Sie sind zwar etwas günstiger geworden, aber lange nicht so stark wie kurzfristige Kredite.
Private Haushalte profitieren von diesen Zinssenkungen jedoch kaum. Zinsentwicklung und der europäische Kreditvergleich deuten darauf hin, dass es in Kreditsegmenten, die vor allem auf private Haushalte ausgerichtet sind, an Wettbewerb mangelt. Hier sind die die Überziehungszinsen bis März, neuere Daten liegen lt. Handelsblatt noch nicht vor, nur um 0,82 Prozent gesunken. Und im gesamten Euro-Raum belief sich die Senkung der Zinsen von Überziehungskrediten auch nur auf knapp 1 Prozent. Im Gegensatz zu diesen niedrigen Zinssenkungen profitieren Kurzkredite mit einer Kreditsumme von mehr als einer Million Euro an Unternehmen von einer durchschnittlichen Zinssenkung von 2,61 Prozent. Das Handelsblatt berichtet jedoch nach Umfragen von Banken und Unternehmen, „dass die Kreditvergabe restriktiver geworden ist“.

Quelle: www.handelsblatt.com

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