Weil der Verdacht besteht, dass große Energiekonzerne wie RWE, E.ON, Vattenfall Europe oder EnBW absichtlich Strommengen verknappen, um die Preise an der Leipziger Strombörse EEX und im Großhandel künstlich hoch zu halten , hat sich jetzt das Kartellamt eingeschaltet. Bis Anfang Mai müssen die 60 branchengrößten Unternehmen der Behörde im umfangreichen Fragebögen Auskunft über ihre Preisgestaltung geben. So sollen die Unternehmen Details zu den Kosten der Stromerzeugung, zum Betrieb ihrer Kraftwerke und zu ihrem Angebotsverhalten offenlegen.
Ähnliche Untersuchungen, die zur Zeit noch laufen, hat das Kartellamt im letzten Jahr bereits im Bereich der Mineralölindustrie und auch für Ferngasnetze eingeleitet.
Bei der aktuell eingeleiteten Sektoruntersuchung der Stromversorger steht, laut Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer, "die vorgelagerte Beschaffungsstufe im Zentrum“.
Quelle: www.welt.de