Gasstreit zwischen Moskau und Kiew

In seinem Streit um Gaslieferungen nach Europa über die Ukraine macht der russische Gasmonopolist Gazprom nun mit seinen Drohungen ernstund kappt die Lieferungen in die Ukraine.


Der russische Energiekonzern warf der Ukraine „Gasdiebstahl“ vor, nachdem die Ukraine statt der von russischer Seite geforderten Durchleitung von 303 Millionen Kubikmetern Gas lediglich den Transport von 296 Millionen Kubikmetern zugesagt hat. Naftogaz, das ukrainische Energieunternehmen wies den Vorwurf zurück, es handle sich lediglich um einen Rückhalt aus technischen Gründen.


Bereits vor drei Jahren kam es zum Streit um die Gaslieferungen. Hier beschuldigte Russland die Ukraine Lieferungen, die für den europäischen Markt bestimmt waren angezapft zu haben. Nachdem sich Moskau und Kiew sich nicht über die Schuldenrückzahlungen von noch offenen 100 Mio. Dollar und Vertragsstrafen in in Höhe von 405 Mio. Dollar wegen verspäteter Zahlungen sowie die künftige Preisgestaltung einigen konnten, stoppte Gazprom seine Lieferungen an die Ukraine.


Bulgarien, Griechenland, Rumänien und die Türkei melden, dass bei Ihnen kein russischen Gas aus den ukrainischen Pipelines mehr ankommt und auch Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei bericheten von Unregelmäßigkeiten in der Lieferung. Die großen deutschen Gasimporteure E.on Ruhrgas, Wingas, Verbundnetz Gas (VNG) und RWE Energy erklärten übereinstimmend, sie erhielten derzeit alle vertraglich vereinbarten Mengen.


Quelle: www.welt.de


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