Die dritte Adventswoche steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Noch bis zum 12. Dezember 2008 tagen im polnischen Posen die rund 10.000 Teilnehmer der Weltklimakonferenz aus mehr als 180 Ländern. Und Ende der Woche soll beim EU-Gipfel in Brüssel das EU-Klimapaket verabschiedet werden mit dem der CO²-Ausstoß bis 2020 um 20% gesenkt werden soll. So plant diie EU-Kommission die herkömmliche Glühbirne aus den Haushalten zu verbannen und stattdessen Energiesparlampen vorzuschreiben. Aber ist das wirklich eine wirksame Maßnahme im Klimaschutz? Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und ranghöchster deutscher Wissenschaftler im Weltklimarat, hält diese Maßnahme für Unfug und blanken Aktionismus. Er setzt ganz auf einen verbesserten Emissionshandel bei dem Europa mit seiner Vorreiterfunktion den Rest der Welt zu CO²-Einsparungen bewegt. Da der Emmisionshandel aber nur wenn er global ausgerichtet ist, einen klimapolitischen Sinn hat, werden große Hoffnungen in den neuen US-Präsidenten Barak Obama gesetzt. Auch er will auch ein Emissionshandelssystem aufbauen. Den richtigen Weg in der Klimapolitik gibt es noch nicht. Bis jetzt haben alle System ihre Vor- und Nachteile gezeigt. So ist durch die vermehrte Produktion von Biodiesel und Bioethanol ein stark gestiegener Getreidepreis beobachtet worden, denn die Produktion von Nahrungsmittel ging zurück und die Abholzung der Regenwälder nahm auch zu. Edenhoff sagte im Welt-Interview dazu:“ Wir brauchen daher nicht nur ein globales Klimaschutzabkommen, sondern auch eine internationale Vereinbarung zum Schutz der Regenwälder und zur Ernährungssicherheit.“
Quelle: www.welt.de