Inzwischen 354 Stromanbieter erhöhen zum Jahreswechsel ihre Preise. Damit sind bislang rund 14 Millionen Haushalte von einer Erhöhung der Strompreise um durchschnittlich 8,5 Prozent betroffen. Dabei haben die vier großen Stromanbieter E.on, RWE, Vattenfall und EnBW ihre konkreten Preiserhöhungen noch gar nicht veröffentlicht.
Die Strompreise haben sich also von der Entwicklung bei den Benzin- und Gaspreisen abgekoppelt, bei denen die Preise in den vergangenen Monaten spürbar gesunken sind. Die Konzerne begründen die Verteuerungen der Strompreise mit den stark gestiegenen Beschaffungskosten. Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, sieht die Hauptursache für die Preissteigerungen jedoch im mangelnden Wettbewerb unter den Stromproduzenten. Werden doch etwa 80 Prozent des Strommarktes von den vier großen Konzernen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall kontrolliert.
Bereits die letzte Runde der Preiserhöhungen veranlasste Hunderttausende Stromkunden den Anbieter zu wechseln. Bei der kommenden Runde im Preisanstieg werden jetzt wohl mehr als 17 Prozent der Kunden die Wechselmöglichkeit nutzen. Immerhin können die deutschen Verbraucher bei einem Wechsel insgesamt bis zu 10 Milliarden Euro einsparen, wenn alle zu günstigeren Anbietern wechseln. Das motiviert zumindest den Autor!
Quelle: www.welt.de