Ticket, ja - Platz im Flieger, nein

Der Urlaub ist gebucht, man ist vor lauter Vorfreude auf den kommenden Urlaub schon ganz aufgeregt, Sicherheits- Visums- und Passkontrollen erfolgreicht passiert und auch ein Streik war kein Hindernis beim Einchecken, aber trotz gültigem Ticket - kein Platz im Flieger. Eine unfreiwillige Nichtbeförderung kann jeden treffen. Ob EDV-Fehler oder eine Überbuchung, bei der die Airlines darauf spekulieren, dass nicht alle Fluggäste rechtzeitig erscheinen und einige Sitzplätze mehrfach verkauft wurden, das Ergebnis ist dasselbe, man kommt nicht an den Urlaubsort. Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg merkt dazu gegenüber der WELT an, dass Flugzeuge in der Regel circa zehn Prozent überbucht sind. Der Geschäftsführer von flightright Marek Janetzke erklärt diese Überbuchungen mit dem Bestreben der Airlines ihre Flüge immer auslasten zu wollen. Sie nehmen dabei in Kauf einzelne Kunden nicht immer befördern zu können. Äußerst ärgerlich für die Kunden, vor Allem wenn der Urlaub dadurch erst später beginnen kann und man auf dem Flughafen gestrandet ist, aber es bleibt der Trost laut EU-Fluggastrechte-Verordnung 250 bis 600 Euro Entschädigung von der jeweiligen Airline einfordern zu können.


Aber nicht immer und in jedem Fall sind die Airlines verpflichtet Entschädigungszahlungen gegenüber Ihren Passagieren zu leisten.

  • Zu Spät, zu Spät....
  • Jeder kennt wohl die Sprüche "Wer zu Spät kommt, den bestraft das Leben" oder wie die Oma immer sagt "Pünktlich, ist fünf Minuten vor der Zeit" und für Fluggäste trifft beides zu. Sind Sie nicht rechtzeigig am Abfertigungsschalter, startet der Flieger ohne Sie in den Urlaub. Und hier wird Unpünktlichkeit gleich doppelt bestraft. Der Flieger ist weg und das neue Ticket muss auch noch bezahlt werden.
  • Auch längere Wartezeiten bei Sicherheits- und Passkontrollen fallen unter die Kateregie "Unpünktlich" obwohl sich die Airlines mit ganz viel Glück bei einer solchen Verzögerung kulant zeigen können und Sie auf den nächsten Flug mit freien Plätzen umgebucht werden. Das erfordert allerdings meist wirklich Glück.
  • Der Passagier das Sicherheitrisiko
  • Auch Reisende selbst können der Grund für eine Nichtbeförderung sein. Krankheit bzw. der Verdacht einer ansteckenden Krankheit, das Nichteinhalten der üblichen Verhaltensgrundregeln z.B. gewaltätiges Auftreten oder auch Alkohol können Gründe sein, aus denen eine Airline Ihnen den Mitflug mit Recht verweigern kann. Würde dies doch eine Gefährdung der Crew und der übrigen Passagiere bedeuten.
  • Auch Überwichtigen und Passagieren mit körperlichen Beeinträchtigungen wurde ein Mitflug schon verweigert. Ihr Anspruch auf Schadensersatz bzw. in wieweit hier kein Anspruch besteht, hängt jedoch vom Einzelfall ab.
  • Das Visum
  • Ohne gültiges Visum kann Ihnen Ihre Airline die Beförderung verweigern, denn nicht die Airline stellt die Visa-Regeln auf sondern das Einreiseland.
  • Sehr genau nehmen es z.B. die USA oder Russland. Schon ein kleiner Schreibfehler macht das Visum ungültig und führt dazu, dass das Einreiseland Ihnen den Zutritt verweigert. Teilweise wird schon für einen Zwischenstopp in einem Land mit strengen Einreiseregeln ein Visum verlangt, haben sie keins, kann Ihnen die Fluggesellschaft die Beförderung verweigern.
  • Streik, Streik, Streik !!!
  • Streiks oder auch Unwetter (Schneechaos, Vulkanausbrüche...) fallen unter die außergewöhnlichen Umstände auf die Fluggesellschaften keinen Einfluß haben und somit nicht in ihrem Verantwortungsbereich liegen. Die Folge: Ein Ansprüch auf Entschädigung besteht nicht.
  • Werden Flüge nach solchen Ereignissen umgeplant, ist die Fluggesellschaft für eine Nichtbeförderung jedoch verantwortlich. Z.B. Ist der Streik beendet und die Flugzeuge starten wieder regulär, hat jeder Fluggast, der seinen regulär gebuchten Flug durch die Umbuchungen nicht nutzen kann Anspruch auf eine Entschädigung, denn die Umbuchungen nach dem Streik liegen in der Hand der Airline.

Quelle: www.welt.de, flightright, Fairplane.de, EUclaim



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