Der Streik ist vom Tisch. Nachdem Bundesverkehrsminster Peter Raumsauer (CSU) nach den letzten gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen der deutschen Flugsicherung und der Gewerkschaft der Fluglotsen auf eine weitere Verhandlung mit einem Schlichter drängte, brachte gerade diese letzte Verhandlungsrunde das gewünsche Ergebnis - kein Streik in der Ferienzeit. Für die nächsten 17 Monate sollen alle 6.000 Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung von 5,2 Prozent erhalten, die in zwei Stufen erfolgt.
Durch diese Einigung wurde ein tarifstreit abgeschlossen der seit Anfang des Jahres andauerte. Bereits im Sommer hat die Gewerkschaft in einere urabstimmung für den Streik gestimmt , der nur durch eine juristische Auseinandersetzung und einer anschließenden Schlichtung abgewehrt werden konnte. Im Sommer wären ca. 2.500 Flüge betroffen und bis zu 400.000 Passagiere wären gestrandet. Auch der für diese Woche angekundigte ausstand hätte zu ähnlichen Folgen führen können.
Der Gewerkschaft für Flugsicherung ging es jedoch nicht nur um die geforderte Lohnerhöhung von 6,5 Prozent (Einigung jetzt auf 5,2 Prozent) sondern hatte sich bei den tarifverhandlungen auch die Arbeitsbedingungen und auch die Überstundenregelung für Fluglotsen auf seine Fahnen geschrieben.
Quelle: Hamburger Abendblatt