Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf der Arbeitgeberseite und der Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF) sind vergangenen Freitag nerneut gescheitert und Flugreisende müssen sich auf massive Beeinträchtigungen einstellen. Bereits Anfang August führten die Tarifverhandlungen seitens der Fluglotsen zu keinen befriedigenden Abschluss und Reisende mussten zittern. Gestern abend wurde wieder für einen Arbeitskampf, noch in dieser Woche, gestimmt. Bislang besteht jedoch noch eine Hoffung, dass diese Streiks keine Realität, vor allem in der Herbstferienzeit, werden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) drängte auf eine letzte Verhandlungsrunde mit einem Schlichter, Volker Rieble. Donnerstag sollen diese Verhandlungen stattfinden und bis dahin stehen Streiks im Rahmen der Friedenspflicht nicht zur Debatte.
Mögliche Streiks beschäftigen auch die Politik. Justus Haucap, der Vorsitzende der Monopolkommission der Bundesregierung kündigte sogar an, dass das Streikrecht für Fluglotsen künftig eingeschränkt werden soll. Nur noch extreme Ausnahmefälle sollen Fluglotsen zu einem Arbeitskampf berechtigen, so Haucap gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Haucap führt an, dass Fluglotsen sich ähnlich wie Logführer in einer Monopalposition mit vergleichsweise hohen Gehältern befinden und ein Arbeitskampf dazu führe das Verbraucher keine Ausweichmöglichkeit hätten. Diese Monopolposition wiederspreche der Gründungsabsicht der Gewerkschaften die Arbeitnehmerrechte zu stärken.
Quelle: Hamburder Abendblatt