Ankündigung - Fluglosten im Streik

Ab Donnerstag müssen sich Flugreisende wohl auf Verspätungen und ausfallende Flüge einstellen. Denn der Arbeitskampf Deutsche Flugsicherung (DFS) vs. Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF) erreicht die nächste Stufe. Die Gewerkschaft der Fluglotsen fordert für seine ca 5.500 Mitglieder 6,5 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, vor allem die Frage der Überstunden und damit auch der Sicherheit soll geklärt werden. Die Deutsche Flugsicherung bot bislang lediglich 1,1 Prozent mehr Lohn, hat ihr Angebot am Wochenende nach der Bekanntgabe der erfolgreichen Urabstimung für einen Streik aber nachgebessert. 2.600 stimmberechtigte Mitglieder der Gewerkschaft wurden zur Abstimmung aufgerufen. Bei einer Beteiligung von 92,1 Prozent hatten letzte Woche 95,8 Prozent der Abstimmenden für einen Streik entschieden. Die Deutsche Flugsicherung legte daraufhin am letzten Wochenende ein Angebot in Höhe von 3,2 Prozent ab dem 1. August und weiteren 2 Prozent oder den Inflationsausgleich ab dem 1.November 2012 vor. Mit diesem Angebot ist die Gewerkschaft aber nicht zufrieden, denn die 5,2 Prozent Lohnerhöhung beziehen sich auf 29 Monate und einer gleichzeiten Anhebung der Arbeitszeit um 2 Stunden. Zusätzlich sollen noch 250 Überstunden pro Jahr im Vorhinein abgesegnet werden.

Noch besteht die Möglichkeit für den Arbeitgeber Deutsche Flugsicherung eine Schlichtung einzuberufen, was eine 30-tägige Friedenpflicht und damit eine Abwendung des Streiks zur Folge hätte. Diese Schlichtung würde dann nach Angaben der Gewerkschaft der Fluglotsen etwa vier bis 5 Wochen dauern. Ein Streik soll auf jeden Fall mit einer Frist von 24 Stunden angekündigt werden, teilte die Gewerkschaft der Fluglotsen mit, so dass sich Reisende im Vorfeld informieren können. Wenn der Streik nicht noch von der Deutschen Flugsicherung gerichtlich verhindert wird, werden am Donnerstag in der Zeit von 6 bis 12 Uhr keine zivilien Flugzeuge abgefertigt. Der Personalchef der Deutschen Flugsicherung Jens Bergmann kündigte die gerichtlichen Schritte an, da die Deutsche Flugsicherung einige der Forderungen der Gewerkschaft für rechtswidrig halte. Nicht von dem Streik betroffen sind: DFS-Ausbildungsakademie, die militärische Flugsicherung in Maastricht und für Not- und Rettungsflüge soll es einen Notdienst geben. Von der Arbeitsniederlegung wären dann ca. 2.500 zivilie Flüge betroffen.



Quelle: www.morgenpost.de, www.welt.de



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