Geduld in der Warteschleife ist immer noch teuer

Geduld in der Warteschleife ist immer noch teuer

Ab September sollte alles besser werden. Doch trotz der Verschärfung der gesetzlichen Regelungen zu Telefon-Warteschleifen, sind eben diese immer noch teuer bzw. können für Verbraucher teuer werden. Warum? Die Betreiber von Sonderrufnummern umgehen, die seit dem 1. September 2012 geltende Neuregelung nach der die ersten zwei Minuten, egal ob vom Festnetz ider vom Mobiltelefon aus angerufen wird, in der Warteschleife kostenlos sein müssen, indem sie Anrufer einfach auf nachgelagerte Warteschleifen umlenken. Diese nachgelagerten Warteschleifen dürfen nämlich auch weiterhin vollständig abgerechnet werden und nicht erst wie es in der Neuregelung für Warteschleifen angedacht ist erst sobald der Anruf auch tatsächlich angenommen wurde. Um in einer teuren nachgelagerten Warteschleife zu landen, genügt es dass der Kunde eine automatisierte Abfrage beantworten muss oder eine Zifferneingabe erfolgen soll um das Anliegen genauer zu spezifizieren.


Die Grünen-Bundestagsfraktion veröffentlichte jetzt eine Studie in der 50 Service-Hotlines jeweils zwei mal angerufen wurden. Die Hotlines setzen sich aus Servivenummern von 25 Unternehmen mit 0180-Nummern und weiteren 25 Unternehmen mit 0900-Nummern, wie z.B. Fluggesellschaften, Handyanbietern oder PC-Reperaturdiensten zusammen. Ein Anruf bei einer 0180-Nummer kostete dabei 0,14 Cent die Minute, bei 0900-Nummern bieliefen sich die Preise auf bis zu 3 Euro die Minute. Nach den Angaben in der Untersuchung der Grünen wartete der E-Mail-Anbieter mit einer der teuersten Warteschleifen auf. Sieben Minuten für neun Euro. Am längsten wartenten Kunden beim telefonhersteller Gigaset in der Warteschleife, wobei die minute allerliegs Dank einer 0180-Nummer nur 14 Cent die Minute kostete und ddie Kosten dadurch überschaubar blieben. Bei der Deutschen Post, Airberlin oder auch tiufly.de musste sich der Anrufer gerade einmal 20 Sekunden in der Warteschleife gedulden, wodurch die Unternehmen püositiv auffielen.


Quelle: www.faz.net



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