Die Bundesregierung stellt laut der aktuellen Haushaltsplanung für 2012 für das KFW-Programm (Kreditanstalt für Wiederaufbau) "Altersgerechter Umbau von Wohngebäuden" keine Finanzmittel mehr zur Verfügung.
Hans Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes (ZDB) hinterfragt diese Kürzungsabsichten der Bundesregierung. Die Lebenserwartung der Menschen steige zwar immer weiter an, aber dadurch wird auch die Plegebedürftigkeit im Alter immer wahrscheinlicher. Mit der Förderung für den altersgerechten Umbau von Wohngebäuden soll dem Wunsch vieler Senioren bzw. zukünftiger Senioren nachgekommen werden so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Mit der Kürzung der KFW-Mittel für den "Altersgerechten Umbau von Wohngebäuden" steuert die Bundesregierung diesem Wunsch entgegen.
Um der steigenden Zahl der Menschen mit Bewegungseinschränkungen gerecht zu werden, bräuchte es nach derzeitigen Stand etwas 2,5 Millionen zusätzliche Wohnnungsangebote und auf Grund der demographischen Entwicklung bis 2020 sogar 3 Millionen Wohnungen, die barrierefrei bzw. barrierereduziert sind. Solche Wohnungen bieten älteren Menschen nicht nur erheblich mehr Lebenskomfort, sondern entlasten auch die Pflegekassen, da eine Unterbringung in Wohn- oder Pflegeheimen wesentlich kosteninseniver ist. Loewenstein geht davon aus, dass wenn 30.000 Personen nicht stationär in einem Pflegeheim sondern z.B. ambulant im eigenen bearrierefreien Haus betreut würden, etwa 500 Millioen Euro an Pflegekosten pro Jahr gespart werden könnten. Stellt man diesen 500 Millionen Euro an Pflegekosten die ab 2012 gestrichenen 100 Millionen Euro, die bislang jährlich in KFW-Projekte für den "Altersgerechten Umbau von Wohngebäuden" geflossen sind, entgegen, sieht man eindeutig das Sparpotential in Höhe von 400 Millionen Euro.
Da die Streichung der Fördermittel für den "Altersgerechten Umbau" ab dem haushaltsjahr 2012 gilt, sollten Sie, wenn Sie einen Umbau in Betracht ziehen Ihren Antrag auf Fördermittel so schnell wie möglich stellen.
Baumaßnahmen die zu einer Barrierereduzierung führen werden von der KFW mit zinsgünstigen Dahrlehen ab 1,46 % p.a. (Programm 155) finanziert. Hierzu zählen unter anderem Umbaumaßnahmen die Türschwellen betreffen, der Umbau von Badezimmer oder Küche und vieles mehr, was ein selbstbestimmtes leben in den eingenen vier Wänden möglich macht. Zusätzlich können Fördermittel bis max. 2.500 Euro über die Hausbank beantragt werden.
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Quelle: www.donaukurier.de, www.heimverzeichnis.de