Richtig Bausparen - Bausparverträge leider oft zu teuer

Ein groß angelegter Test der Stiftung Warentest offenbarte es: Ein Großteil der Kunden zahlt drauf. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir am Ende eine Liste mit Hinweisen für Sie erstellt.


Die Testsituation

Getestet wurden 20 Bausparkassen aus Deutschland. Um vergleichbare Ergebnisse zu erreichen wurde immer von der gleichen Situation ausgegangen. Der Testkunde war ledig, besaß ein Einkommen von 2200 € netto pro Monat, hat eine Sparrate von 400 € p.M., auf dem Tagesgeldkonto waren bereits 15.000 € angespart und in 10 Jahren soll eine Immobilie gekauft werden.

Als Alternative ist von einen klassischen Sparplan (1,5% p.a.) und einer Kreditaufnahme (eff. 5,25% p.a.) nach 10 Jahren ausgegangen worden. So einfach die Vorgaben, desto erschreckender das Ergebnis.


Das traurige Ergebnis

Durch fehlerhafte Beratung und schlechte Angebote zahlen Kunden von 17 der 20 getesteten Bausparkassen oft bis zu Tausende Euro zu viel. Je nach finanzieller Ausstattung der Kunden kann man davon ausgehen, dass ein Großteil der Kunden ihre Finanzierung der Traumimmobilie verschieben mussten.

Dabei wären die Beratungsfehler vermeidbar gewesen. Ein so geringes Bauspardarlehen, dass ein Hauskauf quasi unmöglich wird oder zu hoch gewählte Bausparsummen, die eine planmäßige Zuteilung erst nach 20 Jahren möglich macht, und damit eine Finanzierung um 10 Jahre nach hinten verschiebt, sind durch zuhören und eingehen auf den Kunden leicht zu vermeiden. Nachlässige Information über die Konditionen, welche eine Vergleich mit anderen Bausparkassen quasi unmöglich machen, sind allerdings nicht zu entschuldigende Fehler.


Unser Rat zum Thema Bausparen

Das Finanzprodukt Bausparen ist trotz des negativen Tests eine gute Idee für Sparer die jetzt schon wissen, dass Sie mittel- bis langfristig eine Immobilie erwerben wollen. Durch das Ansparen bei der Bausparkasse sichern Sie sich das Recht auf einen günstigen Kredit für Ihr Traumhaus.

Worauf Sie beim Abschluss eines Bausparvertrags achten sollten:

  • Vorbereitung auf das Beratungsgespräch ist das A und O.
  • Haben Sie einen Plan und vergleichen Sie!
  • Vor dem Gespräch sollten Sie wissen wie hoch Ihre maximale Sparrate sein darf und wann Sie die Immobilie erwerben wollen.
  • Eine ungefähre Übersicht über Ihre Vermögenswerte und wann diese ohne Strafzins oder ähnlichen liquide sind um den Erwerb zu unterstützen, ist ebenfalls hilfreich.
  • Während des Gesprächs sollten Sie sich durch den Berater einen detaillierten und auf Ihre Möglichkeiten abgestimmten Tilgungsplan ausarbeiten lassen.
  • Passt das Angebot in Ihre Gesamtfinanzierung? Im Regelfall ist ein Bausparvertrag nur ein Teil der Finanzierung einer Immobilie.

Verzichten Sie auf Experimente. Experimente wie Erhöhung der Sparrate für kurze Zeit oder ein Splitten der Sparrate um ein weiteres Finanzprodukt ins Spiel zu bringen, machen Ihren Bausparvertrag intransparent und damit schwieriger zu vergleichen. Und das müssen sie tun.

Nach dem Gespräch vergleichen Sie das Angebot mit denen von Konkurrenten der Bausparkasse.

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