Beim Tanken beißen Autofahrer regelmäßig am liebsten in ihr Lenkrad. Angesichts der Preise ist das auch nur zu verständlich. Pünktlich zum Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen greift die FDP das Thema Benzin und die hohen Spritpreise auf.
"Die hohen Spritpreise sind für Autofahrer unerträglich", sagte Vizefraktionschef Patrick Döring gegenüber der Bild- Zeitung. Die FDP will die Autofahrer mit einer Senkung des Mehrwertsteuersatzes entlasten und dazu prüfen, ob für Benzin ebenso wie für Brot und Butter der ermäßigte Steuersatz (7 Prozent) angewendet werden kann. In diesem Zusammenhang meldet sich auch die Linkspartei mit ihrer Forderung gerinverdienende Pendler, die nicht von der Pendlerpausche profitieren zu entlasten, zu Wort.
Gestern (30.03.2010) kostete, im bundesweiten Durchschnitt, ein Liter Superbenzin etwa 1,43 €. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent enfallen also 0,23 € auf die Mehrwertsteuer, 0,65 € entfallen auf die Energiesteuer mit der darin enthaltenen Ökosteuer und 0,55 € gehen an die Ölkonzerne. Die kaufen davon das Rohöl und produzieren das, was an der Tankstelle in die Autos kommt.
Bei einer Mehrwertseuersenkung von 19 auf 7 Prozent spart man pro Liter, bei gleichbleibendem Preis, also aufgerundet 0,09 €.
Quelle: www.sueddeutsche.de, www.bundesfinanzministerium.de